Insekt:
Der C-Falter — Weitsicht und Wandlungsfähigkeit
Der ungewöhnliche Name rührt von dem deutlich sichtbaren, weissen C auf der Unterseite der Flügel. Die Oberseite ist leuchtend orange mit schwarzem, braunem und gelbem Fleckmuster — die Unterseite dagegen unauffällig braun, täuschend ähnlich wie trockenes Laub oder Rinde. Dieser Kontrast ist überlebenswichtig: Ruhend mit geschlossenen Flügeln ist er perfekt getarnt, öffnet er sie abrupt, erschreckt er Fressfeinde. Der C-Falter überwintert frei in der Vegetation — meist unter waagerecht hängenden dürren Ästen, in Gebäuden oder unter Felsüberhängen. Er ist damit einer der wenigen Tagfalter, der ohne Schutz bei winterlichen Temperaturen überlebt. Im Sommer saugt er besonders gerne an Fallobst — reife Pflaumen, Äpfel, überreife Weinbeeren. Man kann ihn bis Oktober im Weigarten beobachten.